Kurzgedanken

== In der Liebe ==

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~ In der Liebe ~

Das eine Herz spricht: „Ich liebe dich !“
Der Verstand sagt: „Verletz mich nicht.“
Das andere Herz verspricht die Ewigkeit
und der Verstand generiert die Angst.

In der Liebe schmerzt niemals das was du mir sagst,
sondern eher wie du sprichst
und das du oft nicht siehst
wieviel davon auch du selber bist.

Was mein Herz ?
Was mein Verstand ?
Was dein Herz ?
Was dein Verstand ?

…und wo ist die Mitte, in der wir uns einst trafen ?

In der Liebe.

~ rue de guerre / Berlin 2016 ~

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== Fehler ==

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== Das ewige Versprechen ==

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== Das ewige Versprechen ==

Wir versprechen uns die ewige Liebe
und benehmen uns wie in einer Wegwerfgesellschaft,
schicken Geschenktes zurueck und Herzen formen Fratzen.

Wir glauben an Jackpots
und schimpfen diese am Schluss auch nur einen Idioten.

Im Moment wo Offenheit zur Luege wird,
bloss weil Erwartung etwas anderes ist,
verliert sich die Geduld.

Wir versprechen uns die ewige Liebe
und lieben nicht einmal uns selbst,
sehen das aber nur im Anderen und fragen uns:
„Warum ?“

Wir halten uns fuer besonders
und stossen uns selbst die Stufen runter,
reden von Prioritaeten und vergessen das es Liebe ist.

Wir versprechen uns die ewige Liebe,
schicken Geschenktes zurueck und Herzen werden Schloesser.

In Liebe…

~ rue de guerre / Berlin 2016 ~

== Gebet Gegen Kirche Und Staat ==

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empoerung

…auf meiner Hunderunde kam ich heute an einer „Buecher verschenke“ Kiste vorbei und fand einen kleinen Gedichtband von einem Ludwig Fels darin. Er traegt den Namen „Blaue Allee, versprengte Tataren“.
Zu Hause angekommen, begann ich darin zu blaettern und stiess auf folgende Zeilen, die ich hier gerne teilen wuerde…

== Gebet Gegen Kirche Und Staat ==

Ach, nicht in Ruhe lassen sie uns trauern.
Wem nuetzt das klammheimliche Weinen ?
Der Verlust der Welt ist beschlossener Wahnsinn.
Und, mein Gott oder sonstwas,
mir kommts so vor als hatte ich mich im Kino verirrt,
als wuerde ich von nassen Spiegeln erschlagen.
Wohin ich auch schau: zerbrochene Gesichter.

Hab einfach Angst und lass mir das Lachen nicht nehmen.
Generale, Minister, ich zahle fuer meinen Tod.
Wer sagt in aller Offenheit, dass die Traeume, die der Freiheit gelten,
noch nicht verboten sind
und wer wuenscht sich nicht verzweifelt die Maechtigen tot ?
Warum ist das Gewalt ?
Wie soll ich mich beseitigen im Kaefig meiner Beliebigkeit,
ganz und gar umstellt von Raketen ?

Ich zu wenig, um zu wirken,
voller Gram ueber all die gedruckte Scheisse und die roten Laeufer auf Halbmast.
Flugkoerper, Stahlleiber, Experten, Strategen,
ich, ich wehre mich, loesche mich aus bis zuletzt.
Mit euch und von euch will ich nichts, nie wieder.
Ihr scheisst in unsere Teller und Betten,
luegt das Graue vom Himmel,
ihr erhebt Steuern fuer unsre schwarzen Traenen,
nichts ist euch zuviel
und alles noch immer zu wenig.
Zaehlt mein Leben nach, dies kleinlaute Dasein.

Bin ich ein Punkt auf euren Plaenen ?
Welche Farbe habe ich ?
Sehe ich aus wie ein Tier ?
In welcher Akte verdampft mein Gewesenes,
dieser blaessliche Saft ?
Eine Uebung fuer den Krieg ist der Frieden.
Welche Zeit muss kommen, damit der Wind sich bewegt ?

Von Luxusbunker aus die Roboter in den Fabriken regieren
und hier jedes Gebaeude zu einem bedeutungslosen Denkmal verwandeln
und den Rest Heimat in einen reglosen Ort.
So weit kommt ihr nicht, – nicht mit mir.

Meine zutiefst verletzte Gegenwart verzeihe ich niemand und und niemals.
Ersinnt noch mehr Waffen und Techniik, Massenmord und andere Todesarten,
gewoehnt uns an jeden erdenklichen Schmerz.
Eins schafft ihr gewiss:
meinen Kopf macht ihr so hart wie einen Pflasterstein.

Ich will Wolken und Sterne.
Jeden Tag.

Ich will eure Schatten aus meinem Schaedel sprengen und verstreun.

Lasst mich in Ruhe trauern.
Um uns.

~ Ludwig Fels ~

== Damals Wie Heute ==

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…da haelt man sich in seiner Kueche auf, legt ein altes Blumenkindtape in den laengst vergessenen Kasettenrekorder und landet bei „Eve Of Destruction“. Ich mochte diesen Song schon immer, jedoch musste ich heute zum wiederholten Male feststellen, das sich so rein gar nicht veraendert hat, ausser das man Grenzen anders zieht. Die Geschichte wiederholt sich seit nunmehr 2000 Jahren, sofern man sich mit der Geschichte der alten Germanen und Cherusker befasst und ein wenig weiter schaut.

Lange Zeit habe ich versucht, mich in der Friedensbewegung zu engagieren, bis ich mich auch dort auf einem Schlachtfeld von Egomanen und Kriegern wiederfand. Mittlerweile stelle ich mir die Frage, ob Mensch ueberhaupt dafuer gemacht ist, diese Art des Friedens wirklich zu leben. „Friede unter den Voelkern !“, – aber „Gnade dir Gott !“ solltest du eine eigene Meinung haben.

„Du setzt dich immer mit so negativem Krempel auseinander.“ schrieb mir meine geliebte Freundin  erst kuerzlich. Nun ja, vielleicht mag das stimmen, jedoch sehe ich es eher als eine Art der Reflexion, eben genau das zu lernen, was ich garantiert nicht will. Das mag man verstehen oder auch nicht.

Unser groesster Feind bleibt unser eigenes Ego. Solange dieses Ego keinen Frieden findet, werden wir immer wieder die Schuld im Aussen suchen, Freunde fuer die zerstoerte Sicht auf die eigenen Dinge verantworlich machen, uns selber vergiften und weiter auf der Suche sein. Alles in der Mission doch eigentlich nur ein herzensguter Mensch zu sein und Frieden mit Allen und Allem zu finden.

In diesem Sinne wuensche ich uns Allen einen friedlichen Sonntag und teile mal einen alten Song aus der Bewegung der verlorenen Kinder.

Bis bald…

…und hier, wie versprochen der gute alte Barry Mc Guire.

„Eve Of Destruction“

The eastern world it is explodin‘,
violence flarin‘, bullets loadin‘,
you’re old enough to kill but not for votin‘,
you don’t believe in war, what’s that gun you’re totin‘,
and even the Jordan river has bodies floatin‘,
but you tell me over and over and over again my friend,
ah, you don’t believe we’re on the eve of destruction.

Don’t you understand, what I’m trying to say?
Can’t you see the fear that I’m feeling today?
If the button is pushed, there’s no running away,
There’ll be noone to save with the world in a grave,
take a look around you, boy, it’s bound to scare you, boy,
but you tell me over and over and over again my friend,
ah, you don’t believe we’re on the eve of destruction.

Yeah, my blood’s so mad, feels like coagulatin‘,
I’m sittin‘ here, just contemplatin‘,
I can’t twist the truth, it knows no regulation,
handful of Senators don’t pass legislation,
and marches alone can’t bring integration,
when human respect is disintegratin‘,
this whole crazy world is just too frustratin‘,
and you tell me over and over and over again my friend,
ah, you don’t believe we’re on the eve of destruction.

Think of all the hate there is in Red China!
Tehn take a look around to Selma, Alabama!
Ah, you may leave here, for four days in space,
but when your eturn, it’s the same old place,
the poundin‘ of the drums, th pride and disgrace,
you can bury your dead, but don’t leave a trace,
hate your next-door-neighbour, but don’t forget to say grace,
and you tell me over and over and over and over again my friend,
ah, you don’t believe we’re on the eve of destruction.

== Von Staerken Und Schwaechen ==

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== Von Staerken Und Schwaechen ==

Die, die sich Staerke an ihrer Seite wuenschen, das sind meist Jene, die die Schwaechen an ihrer Seite nicht als Staerke sehen koennen, sondern Luegen daraus formen und glauben dadurch selber stark zu sein.

Berlin 2016 / ~ rue de guerre ~

== Das Adlerei ==

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Ein Mann fand einmal ein Adlerei und legte es einer seiner Hennen im Hühnerhof ins Nest. Der Adler wurde zusammen mit den Küken ausgebrütet und wuchs mit ihnen auf. Da er sich für ein Huhn hielt, gackerte er. Er schlug mit den Flügeln und flatterte immer nur höchstens einen oder eineinhalb Meter in die Höhe wie ein anständiges Huhn. Und er scharrte in der Erde nach Würmern und Insekten. So verging Jahr um Jahr, und der Adler wurde alt. Eines Tages sah er einen prächtigen Vogel, der hoch oben am Himmel majestätisch seine Kreise zog. Bewundernd blickte der alte Adler nach oben. „Wer ist das?“ fragte er ein Huhn, das gerade neben ihm stand. „Das ist der Adler, der König der Vögel“, antwortete das Huhn. „Wäre es nicht herrlich, wenn wir auch so hoch am Himmel kreisen könnten?“ „Vergiß es“, sagte das Huhn. „Wir sind nur Hühner.“ Also vergaß der Adler es wieder, und er lebte und starb in dem Glauben, ein Huhn zu sein.

DANKE Katharina…

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