poesie

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== Gebet Gegen Kirche Und Staat ==

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empoerung

…auf meiner Hunderunde kam ich heute an einer „Buecher verschenke“ Kiste vorbei und fand einen kleinen Gedichtband von einem Ludwig Fels darin. Er traegt den Namen „Blaue Allee, versprengte Tataren“.
Zu Hause angekommen, begann ich darin zu blaettern und stiess auf folgende Zeilen, die ich hier gerne teilen wuerde…

== Gebet Gegen Kirche Und Staat ==

Ach, nicht in Ruhe lassen sie uns trauern.
Wem nuetzt das klammheimliche Weinen ?
Der Verlust der Welt ist beschlossener Wahnsinn.
Und, mein Gott oder sonstwas,
mir kommts so vor als hatte ich mich im Kino verirrt,
als wuerde ich von nassen Spiegeln erschlagen.
Wohin ich auch schau: zerbrochene Gesichter.

Hab einfach Angst und lass mir das Lachen nicht nehmen.
Generale, Minister, ich zahle fuer meinen Tod.
Wer sagt in aller Offenheit, dass die Traeume, die der Freiheit gelten,
noch nicht verboten sind
und wer wuenscht sich nicht verzweifelt die Maechtigen tot ?
Warum ist das Gewalt ?
Wie soll ich mich beseitigen im Kaefig meiner Beliebigkeit,
ganz und gar umstellt von Raketen ?

Ich zu wenig, um zu wirken,
voller Gram ueber all die gedruckte Scheisse und die roten Laeufer auf Halbmast.
Flugkoerper, Stahlleiber, Experten, Strategen,
ich, ich wehre mich, loesche mich aus bis zuletzt.
Mit euch und von euch will ich nichts, nie wieder.
Ihr scheisst in unsere Teller und Betten,
luegt das Graue vom Himmel,
ihr erhebt Steuern fuer unsre schwarzen Traenen,
nichts ist euch zuviel
und alles noch immer zu wenig.
Zaehlt mein Leben nach, dies kleinlaute Dasein.

Bin ich ein Punkt auf euren Plaenen ?
Welche Farbe habe ich ?
Sehe ich aus wie ein Tier ?
In welcher Akte verdampft mein Gewesenes,
dieser blaessliche Saft ?
Eine Uebung fuer den Krieg ist der Frieden.
Welche Zeit muss kommen, damit der Wind sich bewegt ?

Von Luxusbunker aus die Roboter in den Fabriken regieren
und hier jedes Gebaeude zu einem bedeutungslosen Denkmal verwandeln
und den Rest Heimat in einen reglosen Ort.
So weit kommt ihr nicht, – nicht mit mir.

Meine zutiefst verletzte Gegenwart verzeihe ich niemand und und niemals.
Ersinnt noch mehr Waffen und Techniik, Massenmord und andere Todesarten,
gewoehnt uns an jeden erdenklichen Schmerz.
Eins schafft ihr gewiss:
meinen Kopf macht ihr so hart wie einen Pflasterstein.

Ich will Wolken und Sterne.
Jeden Tag.

Ich will eure Schatten aus meinem Schaedel sprengen und verstreun.

Lasst mich in Ruhe trauern.
Um uns.

~ Ludwig Fels ~

== TryAngel – „Der Traum Ist aus“

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„Neulich am Alexanderplatz“…

Zeitlos im Jetzt und einer dieser grossartigen Tage, die mich heute noch schmunzeln lassen.

Berlin 2016

== Von Staerken Und Schwaechen ==

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== Von Staerken Und Schwaechen ==

Die, die sich Staerke an ihrer Seite wuenschen, das sind meist Jene, die die Schwaechen an ihrer Seite nicht als Staerke sehen koennen, sondern Luegen daraus formen und glauben dadurch selber stark zu sein.

Berlin 2016 / ~ rue de guerre ~

== Das Adlerei ==

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Ein Mann fand einmal ein Adlerei und legte es einer seiner Hennen im Hühnerhof ins Nest. Der Adler wurde zusammen mit den Küken ausgebrütet und wuchs mit ihnen auf. Da er sich für ein Huhn hielt, gackerte er. Er schlug mit den Flügeln und flatterte immer nur höchstens einen oder eineinhalb Meter in die Höhe wie ein anständiges Huhn. Und er scharrte in der Erde nach Würmern und Insekten. So verging Jahr um Jahr, und der Adler wurde alt. Eines Tages sah er einen prächtigen Vogel, der hoch oben am Himmel majestätisch seine Kreise zog. Bewundernd blickte der alte Adler nach oben. „Wer ist das?“ fragte er ein Huhn, das gerade neben ihm stand. „Das ist der Adler, der König der Vögel“, antwortete das Huhn. „Wäre es nicht herrlich, wenn wir auch so hoch am Himmel kreisen könnten?“ „Vergiß es“, sagte das Huhn. „Wir sind nur Hühner.“ Also vergaß der Adler es wieder, und er lebte und starb in dem Glauben, ein Huhn zu sein.

DANKE Katharina…

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== Poetische Psychologie ==

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= Die 3 Egos und dein wahres Ich ==

Das erste Ich ist das,
was du dir staendig wuenschst selbst zu sein.
Das zweite Ich ist das,
was du Tag fuer Tag glaubst zu sein.
Das dritte Ich ist das,
was nur selten zu dir spricht
und das, was du wirklich bist.

Berlin 2016 / ~ rue de guerre~

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== Angst Vor Mir ==

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== Angst Vor Mir ==

Du hast Angst davor mit mir zu reden,
aber du redest ueber mich.
Du hast Angst davor mit mir zu reden,
aber du glaubst mich zu er-kennen
Du hast Angst davor mit mir zu reden,
weil meine Worte nicht die deine sein koennten.
Du hast Angst davor mit mir zu reden,
aber du redest zu dir mit dem was du in meinen Woten liest.
…aus Angst.

Berlin 2016 / ~ rue de guerre ~